Wie sieht eine Bewerbung in Deutschland aus?

 

Hast Du einen Wunscharbeitgeber gefunden? Wenn nicht, dann helfen wir Dir dabei. Schreib uns einfach. Wenn doch, dann beachte folgende Schritte:

Die schriftliche Bewerbung besteht aus einem Anschreiben, dem Lebenslauf und Kopien der wichtigsten Zeugnisse und unter Umständen auch Arbeitsproben. Ein Bewerbungsfoto gehört in Deutschland in der Regel nach wie vor zu einer vollständigen Bewerbung. Überprüfe vorher ob Dein potenzieller Arbeitgeber seine Anforderungen an die Zusammensetzung Deiner Unterlagen im Stellenangebot vielleicht sogar schon formuliert hat. Beachte unbedingt auch die formalen Anforderungen an die Bewerbung. Für eine Online-Bewerbung – auch in Deutschland immer üblicher – benötigst Du Deine Dokumente als kompakte PDF-Dateien.

An welche Person Du Deine Bewerbung richten sollst, steht in der Anzeige. Wenn dort kein Name aufgeführt ist, recherchiere den Namen auf der Homepage des Unternehmens oder erkundige Dich telefonisch. Eine Notlösung wäre das sehr allgemeine „Sehr geehrte Damen und Herren“. Vor allem bei einer Initiativbewerbung solltest Du Dir jedoch die Mühe machen, den richtigen Ansprechpartner herauszufinden.

Das Anschreiben sollte eine DIN-A4-Seite umfassen und kurz und bündig zum Ausdruck bringen, warum Du eine Stelle suchst und auch warum Du gerne in Deutschland arbeiten möchtest, was Dich an der angebotenen Arbeit interessiert und warum Du glaubst, die oder der Richtige für diese Stelle zu sein. Schließe das Anschreiben mit der Hoffnung, sich persönlich vorstellen zu dürfen – und natürlich: „Mit freundlichen Grüßen“.

Als Lebenslauf ist in Deutschland eine Auflistung deiner Ausbildung, deiner Berufsstationen (mit detaillierter Ausformulierung deiner Tätigkeiten) üblich. Als Reihenfolge deiner Angaben wähle eine umgekehrte Chronologie, die aktuelleren Daten werden also als Erstes genannt. Die meisten Personalchefs kommen mit Englisch gut zurecht. Wenn Du es allerdings in Deutsch schreibst, umso besser. Beginne mit den Kontaktdaten und gliedere den Lebenslauf anschließend nach „Schul- und Berufsausbildung“ und „Berufstätigkeit“. (Weiss ich nicht ob ja: Falls Du Dich in unseren Datenpool hast aufnehmen lassen, schauen wir über deine Unterlagen und geben Dir ein Feedback.)

Mit dem europassbist Du auf der sicheren Seite. Damit kannst Du deine Qualifikationen, Fähigkeiten und Kompetenzen europaweit verständlich darstellen. Das schafft Transparenz. Ausführliche Informationen findest Du auf der offiziellen europass-Webseite: www.europass-info.de. Diese Seite empfehlen wir!

Achte auf die Übersichtlichkeit und Vollständigkeit Deiner Angaben. Nur Jahresangaben bei Deinen beruflichen Stationen (zum Beispiel 2008–2011) reichen nicht aus. Gib den Monat ebenfalls an (zum Beispiel 01/2008–06/2011). Auch Zeiten der Arbeitslosigkeit oder sonstige Zeiten (Wehrdienst, Krankheit, längere Reisen) solltest Du aufführen. Lücken im Lebenslauf werden nicht gerne gesehen.

Füge am Ende hinzu, in welchen Sprachen Du Dich wie gut ausdrücken können. Die üblichen Kategorien lauten: „Muttersprache“, „verhandlungssicher“, „fließend“ und „Grundkenntnisse“. Der Leser Deiner Bewerbung will Dich außerdem auch als Privatmensch kennenlernen. Private Interessen können Deine Selbstdarstellung positiv ergänzen, zum Beispiel, wenn Du Dich sozial engagierst.

Mit Deinen Zeugnissen belegst Du Deine Kompetenz und Deine Erfahrung. Füge Deiner Bewerbung alle Nachweise bei, die Du für den Job, um den Du Dich bewirbst, qualifizieren. Wenn Arbeitszeugnisse in Deinem Herkunftsland nicht üblich sind, dann erwähne das an den entsprechenden Passagen im Lebenslauf. Schicke auch die Nachweise über Deine Aus- und Weiterbildungen mit. Unter Umständen (etwa bei der Bewerbung bei einem kleineren Unternehmen) solltest Du Deine Nachweise ins Deutsche übersetzen und beglaubigen lassen. Hier können wir Dir weiter helfen. Kontaktiere uns, wenn Du Fragen bezüglich Übersetzungen hast.

Normalerweise genügen das Schul- oder Hochschulabgangszeugnis sowie die Zeugnisse oder Arbeitsbescheinigungen der Unternehmen oder Einrichtungen, bei denen Du früher tätig warst. Wenn Du noch weitere Dokumente wie z.B. Zertifikate, Auszeichnungen, Auslandspraktika hast, die Deine fachliche Qualifizierung weiter betonen, dann füge diese auch hinzu.